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CHRIS: Schnelle Echtzeitkartierung für große Waldbrände

Aktualisiert: vor 2 Tagen

CHRIS zeigt den Brandverlauf bei einem kontrollierten Brenneinsatz
CHRIS zeigt den Brandverlauf bei einem kontrollierten Brenneinsatz

Wenn sich ein großer Waldbrand ausbreitet, besteht das erste Problem nicht nur darin, von seiner Existenz zu wissen. Entscheidend ist zu wissen, wo er sich befindet, wie schnell er sich verändert und was die Bodenteams als Nächstes tun sollen.


CHRIS wurde entwickelt, um noch während des Drohnenflugs eine live aktualisierte 2D-Übersicht eines großen Einsatzes zu erstellen. Eingehende Bilder werden in Echtzeit zu einer georeferenzierten Karte zusammengefügt, damit Einsatzleitung und Bodenteams Größe, Form und Bewegung des Feuers schneller verstehen können.


Bei großen Waldbränden ist diese Geschwindigkeit entscheidend. Eine Karte, die zu spät eintrifft, hilft wenig. Eine Karte, die während des laufenden Einsatzes aktualisiert wird, kann verändern, wie Teams sich koordinieren, Ressourcen einsetzen und entlang der Feuerlinie kommunizieren.


Warum die Geschwindigkeit von CHRIS zählt


Waldbrände verändern sich schnell. Feuerkanten wandern, der Wind dreht, Zufahrtswege werden gesperrt und eine Lage, die vor wenigen Minuten stabil wirkte, kann bereits anders sein.


CHRIS hilft Teams, Drohnenbilder schnell in eine Einsatzkarte umzuwandeln, und verringert die Abhängigkeit von Funkmeldungen, groben Schätzungen und langsamer manueller Auswertung.


Was Teams heute häufig nutzen


Vielerorts basiert die Einsatzkartierung noch immer auf einer Mischung aus manuellen und fragmentierten Arbeitsabläufen.


Das kann bedeuten:

  • handschriftliche Skizzen auf Papier oder einer Tafel

  • über Funk weitergegebene Beobachtungen aus dem Gelände

  • manuelles Einzeichnen der Feuerkanten

  • getrennte Fotoströme, die später ausgewertet werden müssen

  • Livevideo zur sehr lokalen Kommunikation einer Position oder einer sich verändernden Feuerkante


In einigen Ländern und Einsätzen nutzen Teams Livebilder, um zu zeigen, wo sich ein Teil des Feuers befindet. Das unterstützt die Kommunikation, lässt aber eine größere Frage offen: Wie lassen sich diese Beobachtungen schnell in eine gemeinsame Einsatzkarte für den gesamten Vorfall umwandeln?


Diese Lücke soll CHRIS schließen.


Was CHRIS anders macht


Feuerlinie eines kontrollierten Brenneinsatzes und zusammengefügte Kartierung in CHRIS
Feuerlinie eines kontrollierten Brenneinsatzes und zusammengefügte Kartierung in CHRIS

CHRIS nimmt Drohnenbilder auf und fügt sie zu einer Echtzeit-2D-Karte zusammen, sodass der Einsatz als größere, zusammenhängende Form statt als Folge einzelner Bilder verstanden werden kann.


Das bietet den Teams einige wichtige Vorteile:

  • einen schnelleren Überblick über das gesamte Einsatzgebiet

  • eine klarere Sicht auf den Brandperimeter und seine Veränderungen

  • eine gemeinsame Karte zur Koordination zwischen Einsatzleitung und Bodenteams

  • weniger Abhängigkeit von langsamem manuellem Zeichnen und Auswerten

  • ein einheitlicheres Lagebild, wenn Entscheidungen schnell getroffen werden müssen

Der Wert liegt nicht nur darin, dass CHRIS eine Karte erstellt. Er liegt darin, dass die Karte schnell genug entsteht, um einen Unterschied zu machen.


Echtzeit-Zusammenfügung für ein größeres Gebiet


Zusammengesetzte Kartierung während eines kontrollierten Feuers
Zusammengesetzte Kartierung während eines kontrollierten Feuers

Während die Drohne fliegt, verarbeitet CHRIS die Bilder und erstellt eine georeferenzierte Übersicht des Gebiets. Die Teams müssen nicht bis nach dem Flug warten, um zu verstehen, was erfasst wurde.


Das ist besonders bei großen Einsätzen hilfreich, bei denen die zentrale Herausforderung darin besteht, die gesamte Feuerfront und nicht nur einen einzelnen Hotspot zu verstehen.


Infrarot- und Nachteinsätze


CHRIS arbeitet auch mit Infrarotbildern und hilft den Teams, nach Einbruch der Dunkelheit das Lagebewusstsein zu behalten, wenn die Sicht abnimmt und der Einsatz weiterhin aktiv ist.


Delta-Ansichten: Was hat sich seit der letzten Aktualisierung verändert?


CHRIS kann die aktuelle Karte mit der vorherigen vergleichen und zeigen, was sich seit der letzten Aktualisierung verändert hat. Dadurch lassen sich Brandwachstum, Bewegung des Perimeters und wechselnde Bedingungen leichter erkennen.


Für die Einsatzleitung bedeutet das eine schnellere Antwort auf eine einfache Frage: Was hat sich seit der letzten Aktualisierung verändert?


Bessere Koordination am Boden


CHRIS liefert Einsatzleitung und Bodenteams dasselbe Live-Lagebild. Das verbessert die Kommunikation, hilft den Einsatzkräften, sich auf die richtigen Bereiche zu konzentrieren, und unterstützt eine schnellere Verlagerung von Ressourcen.


Das Gesamtbild


Große Waldbrände werden nur selten mit einer einzigen Taktik bewältigt.


Sie werden durch eine Kette von Entscheidungen, Aktualisierungen und Koordination über den gesamten Einsatz hinweg bewältigt. Je schneller das Team ein gemeinsames Bild des Feuers aufbauen kann, desto besser werden diese Entscheidungen.


CHRIS wurde entwickelt, um dieses Lagebild früher verfügbar zu machen.


CHRIS fügt Karten großer Gebiete in Echtzeit zusammen, unterstützt die Infrarotkartierung bei Nacht, zeigt Delta-Veränderungen zwischen Aktualisierungen und hilft Boden- und Führungsteams, mit demselben Einsatzbild statt mit getrennten Fragmenten zu arbeiten.


Das ist der eigentliche Wert.


Nicht nur das Feuer zu kartieren.


Sondern es schnell genug zu kartieren, um den Einsatz zu verändern.


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