Echtzeit-Einsatzkartierung in der Praxis: CHRIS mit Brandweer Twente und Veiligheidsregio Twente
- Hanna Wellenberg

- 20. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Vom Pilotprojekt zur Live-Feldvalidierung
Seit Mai 2025 arbeitet MEJOR Technologies eng mit Brandweer Twente und der Veiligheidsregio Twente in einem Demo- und Pilotprogramm zusammen, um CHRIS unter realen Einsatzbedingungen zu validieren. Seit Beginn dieser Zusammenarbeit wurde CHRIS gemeinsam mit beiden Organisationen kontinuierlich weiterentwickelt, um den praktischen Anforderungen von Einsatzkräften im Feuerwehralltag gerecht zu werden.
Der Pilot mündete in einen erfolgreichen Live-Feldtest im Januar 2026, bei dem CHRIS mithilfe einer von der Veiligheidsregio Twente eingesetzten Drohne live genutzt wurde. Während dieses Tests wurde ein sich bewegender Brand mit einer Fläche von etwa 400 Quadratmetern aktiv überwacht. Innerhalb weniger Sekunden standen RGB- und Infrarotaufnahmen in einem zentralen Dashboard zur Verfügung, ergänzt durch automatisch generierte Brandpolygone, die sofortige und verwertbare Einblicke in die Lage lieferten.
Real-time incident mapping for dynamic incidents
CHRIS provides fire service teams with critical insights during dynamic incidents and supports faster, better-informed and safer decision-making. During wildfires and other rapidly evolving situations, a real-time situational overview is essential. At the same time, traditional incident visualisation is often fragmented, quickly outdated and highly dependent on manual interpretation. CHRIS overcomes these limitations by automatically analysing drone imagery and translating it into directly applicable operational information.
Infrarotdaten in operative Erkenntnisse übersetzen
Die Stärke von CHRIS liegt nicht allein in der Nutzung von Infrarotbildern, sondern in deren automatischer Analyse. Während Infrarotaufnahmen zumindest in den Niederlanden bereits über bestehende Drohnenplattformen verfügbar sind, übersetzt CHRIS diese Daten direkt in umsetzbare operative Informationen.
Auf Basis der IR-Bilder werden Brandpolygone automatisch generiert und zentrale Kennzahlen wie Lage, Fläche, Umfang und relevante Informationen zur Brandfront sofort berechnet. Dieser Prozess erfordert kein manuelles Einzeichnen und bleibt auch unter Rauchschichten sowie bei eingeschränkter Sicht zuverlässig. Dadurch erhalten Einsatzkräfte präzise und konsistente Einblicke, selbst wenn die visuelle Beobachtung begrenzt ist.
Darüber hinaus erkennt CHRIS kleinere Brandherde, die durch Wind entstehen, wenn brennendes Material auf neue Bereiche übertragen wird. Durch die frühzeitige Identifikation dieser Sekundärentzündungen unterstützt CHRIS die Einsatzteams dabei, eine weitere Ausbreitung vorherzusehen und einzugreifen, bevor sich die Lage verschärft.

Brandentwicklung im Zeitverlauf verfolgen
CHRIS ermöglicht es Einsatzkräften zudem, die Entwicklung eines Brandes über die Zeit hinweg zu verfolgen und zu vergleichen. Durch die Kombination von Bildmaterial aus verschiedenen Zeitpunkten wird deutlich, wie schnell und in welche Richtung sich ein Brand ausbreitet. Diese zeitliche Einordnung hilft Einsatzleitern, Muster zu erkennen, Risiken besser einzuschätzen und Ausbreitungen, einschliesslich Spotting-Bränden, in einem früheren Stadium zu identifizieren.

Integrierte Lageübersicht ohne zusätzliche Komplexität
Alle Erkenntnisse werden in einer integrierten Lösung ohne zusätzliche Bedienhandlungen zusammengeführt, die sich nahtlos mit bestehenden Systemen und Dashboards verbindet. Einsatzteams müssen dadurch kein weiteres Tool erlernen oder ihre bestehenden Arbeitsabläufe anpassen. CHRIS liefert Echtzeit-Lageübersicht genau dann, wenn sie wirklich benötigt wird, und unterstützt operative Entscheidungsfindung direkt während laufender Einsätze.
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