top of page

Was ist GIS?

GIS Layers - MEJOR Technologies

GIS steht für Geographic Information Systems (Geografische Informationssysteme). Einfach gesagt bezeichnet GIS das Fachgebiet und die Technologie, mit der sich verstehen lässt, was wo passiert. GIS verbindet Daten mit Karten und macht es möglich, Standorte, Muster und Zusammenhänge visuell und praxisnah zu analysieren.


Anstatt Tabellen oder Berichte isoliert zu betrachten, stellen GIS-Technologien Informationen auf Karten dar. Dadurch werden komplexe Daten leichter verständlich, vergleichbar und handlungsrelevant.


Bei MEJOR Technologies bildet GIS eine zentrale technologische Grundlage dafür, wie wir räumliche Daten in klare, operative Erkenntnisse überführen.



GIS in der Waldbrandprävention und im Katastrophenmanagement


Waldbrände werden stark durch geografische Faktoren beeinflusst. Gelände, Vegetation, Wetter und menschliche Aktivitäten spielen dabei eine entscheidende Rolle. GIS ermöglicht es, all diese Faktoren in einer einzigen operativen Ansicht zusammenzuführen.


In der Praxis unterstützt GIS unter anderem:

  • Risikobewertung durch Identifikation von Gebieten mit erhöhter Brandwahrscheinlichkeit

  • Vorsorge durch Brennstoffkartierung und Präventionsplanung

  • Echtzeit-Reaktion mit Live-Einsatzdaten und Lagebewusstsein

  • Nachanalyse zur Verbesserung zukünftiger Massnahmen


Deshalb sind GIS-Technologien ein zentraler Bestandteil von Lösungen wie MEJORs LUCI für Waldbrand-Risikoanalyse und CHRIS für Echtzeit-Einsatzkartierung.



Wie funktioniert GIS?


GIS führt mehrere Datenquellen über integrierte GIS-Systeme zusammen und erzeugt so eine einheitliche, ortsbezogene Sicht auf komplexe Informationen. Die eigentliche Stärke von GIS liegt darin, wie diese unterschiedlichen Ebenen miteinander interagieren und Muster sowie Risiken sichtbar machen, die bei isolierter Betrachtung verborgen bleiben.


Bei MEJOR Technologies kombinieren wir verschiedene räumliche Datensätze, um ein umfassendes Bild von Waldbrandrisiken und Einsatzdynamiken zu erstellen. Zu den wichtigsten Datenebenen gehören:


Wetterdaten

Wetter ist einer der einflussreichsten Faktoren für das Verhalten von Waldbränden. GIS ermöglicht die Integration von Temperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung, Luftfeuchtigkeit sowie Niederschlag. Dadurch lassen sich Zündrisiken bewerten, Brandausbreitung prognostizieren und Veränderungen der Bedingungen über die Zeit nachvollziehen.

Vegetationsindizes

Vegetationsindizes geben Aufschluss über Brennstoffverfügbarkeit und Trockenheit. Durch die Analyse satellitenbasierter Indizes hilft GIS dabei, gestresste oder besonders leicht entzündliche Vegetation zu identifizieren und saisonale Veränderungen zu verfolgen, die das Brandrisiko beeinflussen.

Topografie

Hangneigung, Höhenlage und Exposition haben direkten Einfluss darauf, wie sich Feuer über eine Landschaft ausbreitet. GIS nutzt topografische Daten, um zu modellieren, wo Gelände die Ausbreitung beschleunigt oder verlangsamt, und unterstützt so genauere Risikoanalysen und Einsatzplanung.

SAR-Daten

Synthetic Aperture Radar (SAR) liefert zuverlässige Informationen unabhängig von Bewölkung oder Tageslicht. Innerhalb eines GIS unterstützt SAR Oberflächenanalysen und die Erkennung von Veränderungen, was insbesondere während aktiver Einsätze oder bei eingeschränkter Sicht wertvoll ist.

Menschliche Aktivitäten

Menschliche Präsenz spielt eine grosse Rolle bei Zündursachen und Gefährdung. GIS-Ebenen wie Strassen, Siedlungen, Bevölkerungsdichte und Infrastruktur helfen, Gebiete mit erhöhter Zündwahrscheinlichkeit zu identifizieren und zu bewerten, welche Werte oder Gemeinschaften gefährdet sind.

Landnutzung

Unterschiedliche Landnutzungsarten beeinflussen, wie sich Brände verhalten und wie sie gemanagt werden können. Wälder, landwirtschaftliche Flächen, urbane Gebiete und Industrieareale stellen jeweils eigene Herausforderungen dar. GIS macht diese Unterschiede sichtbar und analysierbar.

Historische Branddaten

Vergangene Brände liefern wertvolle Hinweise für zukünftige Risiken. Durch die Einbindung historischer Brandperimeter und Brandhäufigkeiten in ein GIS lassen sich Muster erkennen, die Präventionsplanung, Minderungsstrategien und langfristige Resilienz unterstützen.


GIS Layers - MEJOR Technologies

Durch das Übereinanderlegen dieser Datenebenen ermöglicht GIS das Stellen praktischer Fragen wie:

  • Wo ist das Risiko am höchsten?

  • Welche Werte oder Infrastrukturen sind exponiert?

  • Wie verändert sich die Situation über die Zeit?


Warum ist GIS wichtig?

GIS hilft Organisationen dabei, von Rohdaten zu fundierten Entscheidungen zu gelangen. Die Technologie ist weit verbreitet, da sie Kontext und Klarheit schafft.


Zentrale Vorteile sind:

  • Bessere, standortbezogene Entscheidungsfindung

  • Schnelleres Verständnis komplexer Situationen

  • Verbesserte Planung und Koordination

  • Klare Kommunikation zwischen Teams und Stakeholdern


In Hochrisikoumgebungen wie der Waldbrandbekämpfung kann dieser Kontext den entscheidenden Unterschied machen.



Entdecken Sie, wie MEJOR GIS in realen Waldbrandszenarien einsetzt


Erfahren Sie, wie LUCI die Präventionsplanung unterstützt und wie CHRIS während aktiver Einsätze Echtzeit-Lagebewusstsein bereitstellt.



Kommentare


bottom of page